Niger hat Al-Saadi al-Gaddafi, den dritten Sohn des 2011 getöteten lybischen Diktators Muammar al-Gaddafi an Libyen, ausgeliefert. Al-Saadi al-Gaddafi sei am Donnerstagmorgen(heute) in Libyen eingetroffen, teilte die Übergangsregierung mit. Nach Informationen des Nachrichtensenders al-Jazeera wurde er ins Hadaba-Gefängnis in der Hauptstadt Tripolis gebracht, wo bereits mehrere Funktionäre aus der Gaddafi-Ära einsitzen. Der Gaddafi-Sohn hatte in dem Nachbarland 2011 Asyl erhalten. Warum er nun doch ausgeliefert wurde, war zunächst unklar. Die Regierung in Tripolis wirft ihm vor, sich mit öffentlichem Vermögen bereichert zu haben. Der Sprecher des Gefängnisses sagte zudem, Saadi Gaddafi solle wegen "Beteiligung an der gewaltsamen Unterdrückung der Revolution des 17. Februar" und "Aktivitäten zur Störung der Sicherheit und Stabilität Libyens" angeklagt werden. Während der Rebellion gegen seinen Vater soll Al-Saadi allerdings eine Brigade befehligt haben. Muammar al-Gaddafi war im Oktober 2011 von Rebellen getötet worden. Niger hatte im Februar bereits Abdullah Mansur, einen Medienberater des ehemaligen Staatschefs, an Libyen ausgeliefert.
6 März 2014 - 20:30
News ID: 511695
Niger hat Al-Saadi al-Gaddafi, den dritten Sohn des 2011 getöteten lybischen Diktators Muammar al-Gaddafi an Libyen, ausgeliefert. Al-Saadi al-Gaddafi sei am Donnerstagmorgen(heute) in Libyen eingetroffen, teilte die Übergangsregierung mit.